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Halloween ist ein altes heidnisches Fest genannt Samhain. Die Kelten feierten damit das Ende der Erntezeit, d.h. die Zeit, in der der Boden fruchtbar war und man säen und ernten konnte. Jetzt im Herbst begann nach ihrer Vorstellung die Zeit des Todes. Und wenn man an die kalten, düsteren und trostlosen Tage und Nächte so mancher Herbst- und Winterzeit denkt, kann man sich vorstellen, dass die alten Kelten vielleicht gar nicht so unrecht damit hatten. In dieser Zeit wurde vor allem der Toten gedacht, die man sich als herum wandelnde Geister vorstellte. Ähnliches dachten auch die Germanen. Es ist umstritten, ob Halloween wirklich auf keltische Wurzeln zurückgeht. Fest steht, unsere heidnischen Vorfahren vor langer Zeit haben um die Zeit Ende Oktober der Ernte und der Toten gedacht, Halloween stammt daher.
Die christliche Kirche hat dieses Konzept übernommen, aber stark gegen den heidnischen Glauben angekämpft. Die Christen feiern heute Allerseelen am 1. November als Erinnerung an diese alte Zeit, der Name Halloween soll von „All Hallowed Evening“ stammen: hallowed ist dabei ein alter Begriff für saint (heilig), also bedeutet in etwa „Abend vor Allerheiligen“. Die ältesten Nachweise dieses Festes sind vor allem in den katholischen Gebieten bekannt. In den Randgebieten, in denen sich viel keltisches Brauchtum erhalten hat wie in Schottland und Irland, haben sich die alten Traditionen bis heute hin gerettet.
Da Schotten und Iren einen großen Teil der Einwanderer in die USA ausmachten, hat sich auch der Brauch von Halloween in die Neue Welt verbreitet und wurde auch von den anderen Bewohnern aufgenommen. Halloween zählt zu den beliebtesten Festen in den USA, vor allem auch, weil dieses Land keinen wirklichen Karneval kennt. Und somit haben die Amerikaner nur in dieser Nacht wirklich die Möglichkeit, sich zu verkleiden und Späße zu machen. Von hier aus hat sich Halloween in die ganze Welt verbreitet.
Halloween in Deutschland
Seit Mitte der 1990er lässt sich Halloween auch immer mehr in Deutschland beobachten. Begonnen hat es mit einigen kleinen Partys, die sich aber immer größerer Beliebtheit erfreuen. Seit einigen Jahren kommt auch das „trick or treat“ hinzu, bei dem Kinder verkleidet von Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten erhaschen wollen. Halloween war Ende der 1990er Jahre noch eine Randerscheinung, wird heute aber in Deutschland durchaus auch groß und öffentlich gefeiert: Partys gibt es mittlerweile auch in großem Rahmen organisiert. In vielen Teilen Deutschlands wurden aber auch traditionell bereits ähnliche Feste im Herbst begangen – zum Teil gibt es auch heftige Kritik gegen Halloween, weil man befürchtet, dass es die alten Feste und Bräuche verdrängt.
Halloween ist dennoch kein Feiertag; vor allem im kleinen Kreis wird dieses Fest gefeiert: Man trifft sich, verkleidet natürlich und die Wohnung ist dem Thema entsprechend dekoriert. Ganz groß geschrieben wird natürlich das Thema „Gruseln und Horror“, die Verkleidung und die Dekoration ist entsprechend. Hier schimmert noch die alte Bedeutung durch, den Übergang zum Winter, zur kalten Jahreszeit zu feiern. Aber man kann natürlich auch Halloween-Partys unter einem anderen Motto feiern – wobei da eigentlich der Reiz verloren geht.
Halloween Party
Zu jeder Party gehören natürlich auch entsprechende Gerichte. Und weil bei Halloween trotz des Gruselns und Horrors doch das „Feiern“ im Vordergrund steht bieten sich vor allem kleine Gerichte an, die als Buffet angerichtet werden können. Das lockert die Atmosphäre auf und wirkt nicht so steif wie eine am Tisch präsentierte, feste Reihenfolge. Und natürlich darf auch bei den Gerichten das entsprechende Grusel-Thema nicht fehlen!
Es bieten sich natürlich Gerichte sowie Zutaten an, die eine makabre Assoziation erwecken: klein gehackte Speisen, rot wie Blut etc. Besonders beliebt sind natürlich kleine gebastelte Speisen: aus Hackfleisch oder Keksen gebastelte Kriechtiere, Pizzen oder Kuchen im Schädelformat, aber auch makabre Dinge wie abgetrennte Finger (Würstchen). Vor allem Wackelpudding eignet sich zum Herstellen von „Glibber- und Ekelgerichten“. Natürlich dürfen auch die entsprechenden Getränke nicht fehlen: hier kann man sich besonders Blutorangensafts bedienen oder auch Lebensmittelfarbe verwenden. An sich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, Hauptsache es schmeckt und kommt bei den Gästen an.
Da Halloween keine deutsche Tradition hat, sind auch die Speisen kaum bekannt. In den Gebieten, in denen man dieses Fest seit Jahrhunderten feiert sind viele traditionelle Gerichte bekannt. Neben den oben genannten Gruselspeisen kann man auch das eine oder andere traditionelle Gericht einmal auf den Tisch bringen. Der Kürbis ist dabei nicht Dekoration, sondern auch Grundlage vieler dieser Gerichte.
In Irland wird extra ein Früchtebrot gebacken, das als Halloween-Brot bezeichnet wird. Traditionell isst man auch Speisen wie Colcannon, eine Art Eintopf aus Kartoffeln und Kohl, der mit Porree verfeinert wird.
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